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	<title>Kommentare zu: Hype um Piratenpartei</title>
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	<description>Das Internet</description>
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		<title>Von: adducy</title>
		<link>http://blog.gedankendunst.de/2009/07/03/hype-um-piratenpartei/comment-page-1/#comment-3</link>
		<dc:creator>adducy</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 12:48:34 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Frank,

man muss doch mal so schauen was alle Freunde, Bekannten, usw. so treiben. Natürlich lese ich da auch die Blogs ab und zu durch. Etwas Leckeres trinken, klingt gar nicht so übel :-)

Mit der Privat-Kopie muss ich Dir allerdings widersprechen. Mir scheint, als verbreiten Organisation wie z.B. die Piraten auch gerne Halbwissen, um größeren Zuspruch zu erhalten. § 53 Abs. 1 UrhG regelt das Recht auf Privatkopie ganz genau. Hier sind selbstverständlich auch Kopien von CDs auf MP3-Player abgedeckt. Die vollständige Aufweichung des UrhG, was die Piratenpartei mehr oder weniger (eingeschränkt durch das Wort nicht-kommerziell) fordert, finde ich sehr gefährlich. 
Autoren, die ihr Wissen oder ihre Werke frei zur Verfügung stellen wollen, können dies natürlich gerne tuen. Es gibt keine Gesetze, die dem widersprechen. Die Wikipedia ist da das beste Beispiel. Vor dieser Leistung ziehe ich wirklich meinen Hut. Aber es gibt auch Menschen, die mit journalistischer, wissenschaftlicher, usw. Tätigkeit Geld verdienen müssen. Das ist deren Vollzeitjob. Wie sollen deren Familie überleben? - Über die Höhe der Einnahmen von erfolgreichen Musikern u.a. kann man sicher streiten. Aber eine Diskussion über die Höhe von Bezügen darf nicht dazu führen, dass wir nach dem Muster DDR eine Enteignung vornehmen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Frank,</p>
<p>man muss doch mal so schauen was alle Freunde, Bekannten, usw. so treiben. Natürlich lese ich da auch die Blogs ab und zu durch. Etwas Leckeres trinken, klingt gar nicht so übel <img src='http://blog.gedankendunst.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Mit der Privat-Kopie muss ich Dir allerdings widersprechen. Mir scheint, als verbreiten Organisation wie z.B. die Piraten auch gerne Halbwissen, um größeren Zuspruch zu erhalten. § 53 Abs. 1 UrhG regelt das Recht auf Privatkopie ganz genau. Hier sind selbstverständlich auch Kopien von CDs auf MP3-Player abgedeckt. Die vollständige Aufweichung des UrhG, was die Piratenpartei mehr oder weniger (eingeschränkt durch das Wort nicht-kommerziell) fordert, finde ich sehr gefährlich.<br />
Autoren, die ihr Wissen oder ihre Werke frei zur Verfügung stellen wollen, können dies natürlich gerne tuen. Es gibt keine Gesetze, die dem widersprechen. Die Wikipedia ist da das beste Beispiel. Vor dieser Leistung ziehe ich wirklich meinen Hut. Aber es gibt auch Menschen, die mit journalistischer, wissenschaftlicher, usw. Tätigkeit Geld verdienen müssen. Das ist deren Vollzeitjob. Wie sollen deren Familie überleben? &#8211; Über die Höhe der Einnahmen von erfolgreichen Musikern u.a. kann man sicher streiten. Aber eine Diskussion über die Höhe von Bezügen darf nicht dazu führen, dass wir nach dem Muster DDR eine Enteignung vornehmen.</p>
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		<title>Von: Frank Altpeter</title>
		<link>http://blog.gedankendunst.de/2009/07/03/hype-um-piratenpartei/comment-page-1/#comment-2</link>
		<dc:creator>Frank Altpeter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 12:24:31 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Mathias,

erst mal vorab freut es mich, dass Du mein Blog liest und auch kommentierst. Es ist schön, wieder mal von Dir zu hören.

Zu Deinem Kommentar kann ich nur sagen, dass ich die Sache mit dem Urheberrecht nicht ganz so sehe, wie Du das tust. Es ist richtig, dass Autoren und Künstler irgendwie Geld verdienen müssen. Da gebe ich Dir voll und ganz recht. Die aktuelle Vorgehensweise im Bezug auf das Urheberrecht und die Kriminalisierung der Privatkopie finde ich allerdings nicht so angenehm. Der Wunsch der Piraten geht - soweit ich das bisher parteiintern gehört habe - hauptsächlich in die Richtung, dass es allgemeines Wissen gibt, das frei verfügbar gemacht werden sollte. Hier geht es also weniger um Fachbücher und/oder Musikproduktionen, sondern mehr um Basisinformationen wie sie z.B. auf der Wikipedia zu finden sind. Auch die Sache mit der Privatkopie ist so ein Fall. Ich gebe Geld aus für eine CD. Normalerweise erstelle ich mir von dieser gekauften CD eine Kopie als MP3 auf meiner Festplatte, damit ich diese Musik auf meinem MP3-Player hören kann. Nach der aktuellen Rechtsprechung ist mir dies nicht gestattet. Ich müsste also im Prinzip zusätzlich zum Erwerb der Nutzungsrechte an der CD die gesonderten Nutzungsrechte erneut erwerben, um diese Musik als Kopie auf meinem MP3-Player zu haben. Das finde ich persönlich nicht akzeptabel. Und auch bei Software kann ich die Position gut nachvollziehen. Im Open Source Bereich haben sich schon einige Unternehmen dadurch einen Namen (und ein gutes Einkommen) gesichert, indem sie ihre Software &quot;as is&quot; kostenlos zur Nutzung freigeben, und das Geld damit verdienen, dass sie Service, Support, Updates und u.U. sogar Shared Hosting dafür anbieten (Siehe z.B. zimbra oder typo3). Prinzpiell spricht also eigentlich nichts dagegen, in der Form eine ähnliche Umsetzung im Urheberrecht zu formulieren.

Ich halte die Piratenpartei durchaus für vollwertig. Sie ist jung und etwas ungestüm, was manche Dinge angeht, aber das finde ich akzeptabel, wenn man bedenkt, dass sie noch nicht sehr lange existiert und ihren Weg erst finden muss, genau wie damals die Grünen. Und mehrheitsfähige Regierungspartei wird sie in den nächsten Jahren sowieso nicht werden, dafür ist sie zu spezifisch in ihrem Programm. Aber ich denke, sie hat das Potential, die alteingesessenen Parteibuchanbeter mal gründlich wachzurütteln und auf diese Weise zumindest indirekt etwas zu bewegen. Darum bin ich beigetreten. Und was die anderen Parteien betrifft: Wir wissen alle, dass sie vor der Wahl genau das erzählen, was die Wähler hören wollen und nach der Wahl sowieso das umsetzen, was sie für richtig halten, ohne auf die Stimme des Volkes - deren Vertreter sie ja eigentlich sein sollten - zu hören.

P.S. Wir sollten dringend mal wieder ein Bierchen zusammen trinken - nicht wegen der Piraten, sondern weil. :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Mathias,</p>
<p>erst mal vorab freut es mich, dass Du mein Blog liest und auch kommentierst. Es ist schön, wieder mal von Dir zu hören.</p>
<p>Zu Deinem Kommentar kann ich nur sagen, dass ich die Sache mit dem Urheberrecht nicht ganz so sehe, wie Du das tust. Es ist richtig, dass Autoren und Künstler irgendwie Geld verdienen müssen. Da gebe ich Dir voll und ganz recht. Die aktuelle Vorgehensweise im Bezug auf das Urheberrecht und die Kriminalisierung der Privatkopie finde ich allerdings nicht so angenehm. Der Wunsch der Piraten geht &#8211; soweit ich das bisher parteiintern gehört habe &#8211; hauptsächlich in die Richtung, dass es allgemeines Wissen gibt, das frei verfügbar gemacht werden sollte. Hier geht es also weniger um Fachbücher und/oder Musikproduktionen, sondern mehr um Basisinformationen wie sie z.B. auf der Wikipedia zu finden sind. Auch die Sache mit der Privatkopie ist so ein Fall. Ich gebe Geld aus für eine CD. Normalerweise erstelle ich mir von dieser gekauften CD eine Kopie als MP3 auf meiner Festplatte, damit ich diese Musik auf meinem MP3-Player hören kann. Nach der aktuellen Rechtsprechung ist mir dies nicht gestattet. Ich müsste also im Prinzip zusätzlich zum Erwerb der Nutzungsrechte an der CD die gesonderten Nutzungsrechte erneut erwerben, um diese Musik als Kopie auf meinem MP3-Player zu haben. Das finde ich persönlich nicht akzeptabel. Und auch bei Software kann ich die Position gut nachvollziehen. Im Open Source Bereich haben sich schon einige Unternehmen dadurch einen Namen (und ein gutes Einkommen) gesichert, indem sie ihre Software &#8220;as is&#8221; kostenlos zur Nutzung freigeben, und das Geld damit verdienen, dass sie Service, Support, Updates und u.U. sogar Shared Hosting dafür anbieten (Siehe z.B. zimbra oder typo3). Prinzpiell spricht also eigentlich nichts dagegen, in der Form eine ähnliche Umsetzung im Urheberrecht zu formulieren.</p>
<p>Ich halte die Piratenpartei durchaus für vollwertig. Sie ist jung und etwas ungestüm, was manche Dinge angeht, aber das finde ich akzeptabel, wenn man bedenkt, dass sie noch nicht sehr lange existiert und ihren Weg erst finden muss, genau wie damals die Grünen. Und mehrheitsfähige Regierungspartei wird sie in den nächsten Jahren sowieso nicht werden, dafür ist sie zu spezifisch in ihrem Programm. Aber ich denke, sie hat das Potential, die alteingesessenen Parteibuchanbeter mal gründlich wachzurütteln und auf diese Weise zumindest indirekt etwas zu bewegen. Darum bin ich beigetreten. Und was die anderen Parteien betrifft: Wir wissen alle, dass sie vor der Wahl genau das erzählen, was die Wähler hören wollen und nach der Wahl sowieso das umsetzen, was sie für richtig halten, ohne auf die Stimme des Volkes &#8211; deren Vertreter sie ja eigentlich sein sollten &#8211; zu hören.</p>
<p>P.S. Wir sollten dringend mal wieder ein Bierchen zusammen trinken &#8211; nicht wegen der Piraten, sondern weil. <img src='http://blog.gedankendunst.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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